Kircheneinweihung

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitungen und einem weiteren Jahr reger Bautätigkeit, wurde am 02.06.2013 die renovierte Pfarrkirche feierlich eingeweiht. Pünktlich um 09,00 Uhr wurde der Herr Bischof Manfred Scheuer von der Bevölkerung und von den Schulkindern der Volksschule mit folgendem Gedicht, geschrieben von OSR Klaus Trenkwalder, vor dem Gemeindehaus empfangen:

Was siech i do so viele Leut?
Was wöllen de bei ins da heut?
Die Musik hört ma schneidig blasen
Von der Kirchn aufa durch die Gassn
Und hinten drein a Haufn Gäst,
i moan de feiern heut a Fescht!

Ja lebsch du auf an andern Stern?
Heut kemmen viele hoache Herrn
Um den Altar zu weich’n
Weil iatz ham mir an Neuchn.

Und ou die Kirchn isch wia nei,
da giahn ma nacha eini glei
und miaßn des bewundern
den Glanz den ganz besundern.

Do vorher werden mir wohl müaßn
De hoachn Herrn bei uns begrüaßn,
de uns die Ehr erweisen
und aufs Plateau her reisen.

Der Erste ja den kennt ma guat
An seinem hohen, spitzen Huat,
Des isch der Bischof von Tirol,
Manfred Scheuer hoaßt er wohl
Dem wolln Griaß Gott mir sagn,
do i tuas nit gern wagn!

Geah Angsthas du – i machs für di
Und grüaß die ganze Festpartie:
Grüaß Gott Herr Bischof, mir sein froh,
dass Du in Wildermieming bisch heut do.

Du hasch die Zeit Dir gnommen
Und bisch zu uns her kommen.
Mir freun uns Dich zu sechn,
des tuat ja selten gschechn.

Und wia a jeder sehen kann,
steht neben ihm unser Dekan
und dem sein Name ist Programm:
Man Tiefenthaler ihn nennen kann,
Und wohnen tuat er tief im Tal
Unten in Silz auf jeden Fall.
Er isch der Boss von insre Pfarrer –
Bei uns isch er ein Gascht ein rarer!

Da siach i nou zwo geistliche Herrn,
die uns heute tuan beehrn:
Der Albert Markt – Dekan isch er gwesn
Und tuat ins jetzt die Messn lesn.
Und predign kann er wunderschian,
den können mir Kinder a verschtiahn.

Und Pfarrer Rolli steaht danebn,
de boadn Herren sollen leben
betreuen die Pfarrei –
mir habn a Freud dabei!

Heut gibts a groaße Feier,
da isch uns nix zu teuer.
Die Kirche strahlt in hellem Glanz
Mir ham sie renovieret ganz
und gar – von obn bis untn
S’hat braucht viel hundert Stunden –
Ja ungefähr a ganzes Jahr
bis dieses Werk ganz fertig war.

Viel Leut ham da gespendet,
dass dieses Werk vollendet.
Und viele ham organisiert,
damit des Vorhabn funktioniert.

Geplant hat es ein Architekt,
dem isch es wurscht, wenn er aneckt
bei manchem unverständigen Mann,
weil er des ja viel besser kann,
des Planen und des Bauen –
da werdn mir alle schauen.
Er hoaßt der Dorner Peter
Und bei die Gäscht dort steht er.

Der Plunger Werner isch der Mann
Ders mit die Ämter super kann!
Der kennt ja Gott und Welt
Treibt auf a Haufn Geld.
Der steaht danebn und jetzt flott
Sagn zu de zwoa mir a „Griaß Gott“!
Ohne de zwoa war gar nix gangen
Mir hattn no nit amol angefangen!

Dann gibt’s den Bürgermoaster
Klaus Stocker – ja so hoaßt er.
Der hat des Werk stets unterstützt
Und des hat allen sehr viel g’nützt.

Und da stiahn nou a Haufn Räte,
die i begriaßt jetzt gerne hätte:
Gemeinde –
Pfarrgemeinde –
Pfarrkirchen –
Kommerzial –
Oberschul –
und andre Räte,
wenn ich mirs grad dermerken täte.

Brauchst dir nit z’merken – des sein z’viel
De miteinand i griaßn will.
Es opferts für uns sehr viel Zeit,
seids für des Dörfl stets bereit –
für Alte, Junge, Weiber, Mannder
kurzum für alle miteinander.
Und solltets ihr mal ratlos sein,
dann sagt der Chef Enk schon was ein
was gscheit wohl isch für unsre Gmua –
da seids dann wirklich nit allua!

Jetzt ham ma alle – na zum Glück
Fallt mir jetzt ein insre Musik
Vergelts Gott für des schiane Blasn,
es könnts enk wirklich hören lassn.
Es machts es feierlich und schian –
Des muaß a jeder Mensch verschtiahn.

Jetzt spielts an Marsch und schlagts flott drein,
dann ziachn mir zur Kirchn ein!

Der Höhepunkt des Festes war die Weihe des neuen Altars, des Ambos und des Taufbeckens durch Bischof Manfred Scheuer, sowie das Einsetzen der Reliquie, die der Architekt und Bauleiter Ing. Peter Dorner gekonnt und würdig vornahm.

Sichtlich stolz auf die gelungene Kirchenrenovierung, gab der Koordinator, Herr Prof. Dr. Werner Plunger, im Anschluss einen Rückblick, angefangen von der Planung über die Durchführung bis hin zur Finanzierung.

Nicht weniger stolz und sehr glücklich, bedankte sich der Seelsorger, Herr Pfarrer Albert Markt bei allen ausführenden Firmen, den helfenden Vereinen und Freiwilligen, den Spendern, dem Renovierungsausschuss und ganz besonders bei denen, die dafür gesorgt haben, dass während der Renovierungsarbeiten die Messfeiern im Gemeindesaal so würdig gestaltet werden konnten.

Dem Landtagspräsident DDr Herwig van Staa und der Landesgedächtnisstiftung ist es zu verdanken, dass gleichzeitig mit der Kirchenrenovierung auch das Kriegerdenkmal restauriert wurde und dass die Herz-Jesu-Statue in neuem Glanz am neuen Platz vor der Leichenkapelle aufgestellt werden konnte.

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